Den einen besten Balkonkraftwerk-Speicher gibt es nicht. Es gibt vier Typen, und welcher passt, hängt davon ab, was du schon hast und was du willst. Hast du noch kein Balkonkraftwerk, nimm einen All-in-one-Speicher mit PV-Eingang (z. B. Marstek Venus D, EcoFlow STREAM Ultra, Anker Solarbank). Hast du schon eins oder willst du mit einem dynamischen Stromtarif günstig laden, nimm einen AC-Speicher für die Steckdose (z. B. Marstek Venus E 3.0, Zendure SolarFlow 2400 AC+, EcoFlow STREAM AC Pro). Und wenn es einfach nur billig sein soll, steckst du einen DC-Zwischenspeicher wie den Marstek B2500-D zwischen Modul und Wechselrichter. Die Speicher selbst sind alle legal. Ins Hausnetz dürfen sie aber im vereinfachten Verfahren zusammen nur 800 W einspeisen. Was darüber hinausgeht, läuft nur über die Steckdose am Gerät oder über eine Anmeldung mit Elektrofachkraft.
Kurz zusammengefasst
- Günstigster Speicher pro kWh: Marstek B2500-D mit 125 €/kWh (DC, braucht deinen vorhandenen Wechselrichter). Unter den AC- und All-in-one-Geräten liegen Marstek Venus E 3.0 (176 €/kWh) und Venus D (183 €/kWh) vorn. Preise vom 07.11.2026.
- Dynamischer Tarif: Dafür muss der Speicher aus dem Netz laden können. Das kann nur ein Gerät mit eigenem AC-Wechselrichter (AC- oder Hybrid-Speicher). Reine DC-Zwischenspeicher wie B2500-D oder NOAH können das nicht.
- Notstrom: Notstrom-Werte nennen zum Beispiel Marstek Venus E 3.0 (2,5 kVA Leistung, Umschaltzeit nicht angegeben), Venus D (unter 15 ms), Venus E Pro (unter 10 ms) und Anker Solarbank 4 Pro (2.500 W, 10 ms).
- 800 W: Das ist die Grenze für die Einspeisung ins Hausnetz. Die Steckdose direkt am Speicher (EcoFlow bis 1.200 W aus dem Akku, im Doppelpack 2.300 W) versorgt nur die Geräte, die dort eingesteckt sind. Mehr Netzeinspeisung ist das nicht.
- Mehr als 2.000 Wp: Dann ist es kein Steckersolargerät nach EEG mehr. Anmeldung beim Netzbetreiber ist Pflicht. Ob dafür das vereinfachte 800-VA-Formular reicht, sehen Fachleute unterschiedlich. Eine „halbe Insellösung“ ist kein Freifahrtschein.
- Vielseitigster Speicher: Beim Komplettpaket liegt die EcoFlow STREAM 5000 knapp vor der Anker Solix Solarbank 4 Pro. Der Preis-Leistungs-Allrounder ist Marstek, nämlich Venus E Pro oder Venus D.
Häh? Kurz ehrlich zu dir selbst
Du hast drei Tabs mit „Lohnt sich ein Speicher?“ offen. Ein Shelly liegt noch originalverpackt in der Schublade. Und du hast deiner Familie beim Abendessen schon mal „VA ist nicht gleich Watt“ erklärt. Ungefragt. Dein Balkonkraftwerk speist mittags fröhlich ins Netz ein, während die Waschmaschine brav bis 20 Uhr wartet, weil „dann ja keiner duscht“. Kennst du nicht? Klar. Hier kommt der Vergleich, der dir die Tabs zumacht. Ganz ohne Moralpredigt: Es geht um Geld, Bequemlichkeit und das gute Gefühl, wenn der Zähler mal stillsteht.
Die 4 Speicher-Typen auf einen Blick
| Typ | So funktioniert er | Für wen | Netzladen (dyn. Tarif) | Beispiele |
|---|---|---|---|---|
| 1 All-in-one mit PV-Eingang | Module direkt an den Speicher, MPPT, Akku und Wechselrichter in einem Gerät, Ausgang zur Steckdose | Neueinsteiger, die alles in einem Gerät wollen | meist ja (AC-Ladeeingang) | EcoFlow STREAM Ultra / 5000, Anker Solarbank 3/4 Pro, Marstek Venus D / Venus E Pro / Jupiter C Plus, Zendure SolarFlow 2400 Pro, Hoymiles HiBattery |
| 2 AC-Speicher (Steckdose) | Kein PV-Eingang. Lädt über die Steckdose aus dem Hausnetz (Überschuss oder günstiger Netzstrom) | Wer schon ein Balkonkraftwerk hat, Mieter, Fans dynamischer Tarife | ja, das ist seine Kernaufgabe | Marstek Venus E 3.0 / E Mini / A, Zendure SolarFlow 2400 AC+, EcoFlow STREAM AC Pro / AC 5000 |
| 3 DC-Zwischenspeicher | Hängt zwischen Modul und vorhandenem Mikrowechselrichter | Wer das Budget-Upgrade für ein vorhandenes BKW sucht | nein | Marstek B2500-D, Growatt NOAH 2000 |
| 4 Powerstation / Sonderfälle | Mobiler Akku mit Steckdosen. Speist nur mit Zusatzgerät ein | Camping, reiner Notstrom | – | z. B. EcoFlow DELTA (kombinierbar mit STREAM laut EcoFlow) |
Die Zahlen und Preise in diesem Artikel stammen von Herstellerseiten, Amazon und Tests, abgerufen am 07.11.2026 zwischen 19:20 und 19:35 Uhr (MEZ). Wie ich rechne, steht unter So rechnen wir.
Welche Speicher gerade beliebt sind (und woran man das sieht)
„Beliebt“ habe ich nicht ausgewürfelt. Ich habe vier Signale zusammengelegt:
- Amazon-Bestseller-Rang in der Unterkategorie (abgerufen 07.11.2026, 19:28–19:29 MEZ): Growatt NOAH 2000 auf Platz 20, Anker Solarbank 3 E2700 Pro + Smart Meter auf Platz 24, EcoFlow STREAM AC Pro auf Platz 28 und STREAM Ultra auf Platz 57. Dazu Marstek B2500-D (Platz 630 bzw. 3.121 je nach Angebot) und Venus E 3.0 (Platz 164).
- idealo, Kategorie Stromspeicher (Standardsortierung, 07.11.2026): ganz oben Anker Solix Solarbank Max AC, Solarbank 4 E5000 Pro, Marstek Venus E 3.0 und Solarbank 3 E2700 Pro. Dahinter Zendure SolarFlow 2400 Pro/AC+, Growatt NOAH 2000, Marstek B2500-D, EcoFlow STREAM 5000 und STREAM AC 5000.
- Tests: Stiftung Warentest (Heft 04/2026, Balkonkraftwerke mit Speicher): Die Anker Solarbank 3 Pro schnitt am besten ab. Drei von fünf Sets fielen wegen elektromagnetischer Störungen durch, darunter EcoFlow STREAM Ultra und Zendure SolarFlow 800 Pro (Noten aus Sekundärquelle, siehe Quellen). IMTEST (Oktober 2026) hat große Speicher getestet und lobt die EcoFlow STREAM 5000 als besonders vielseitig.
- Foren (r/Balkonkraftwerk, photovoltaikforum.com, akkudoktor): Die meisten Threads drehen sich um Marstek (Venus E, B2500-D) und EcoFlow STREAM. Danach kommen Anker und Zendure.
Kurz gesagt: Anker, Marstek, EcoFlow, Zendure und Growatt sind 2026 die Namen, um die du nicht herumkommst. Jackery (SolarVault) und Hoymiles (HiBattery) tauchen in Tests auf, im Alltag aber seltener.
Typ 1: All-in-one-Speicher mit PV-Eingang
Prinzip: Die Module hängen direkt am Speicher. Er lädt mit Gleichstrom (das ist effizient), wandelt selbst in Wechselstrom um und gibt ihn an die Steckdose ab. Wer ein Smart Meter (Shelly oder ein Herstellerzähler) dazunimmt, bekommt eine Nulleinspeisung: Der Speicher gibt genau so viel ab, wie du gerade verbrauchst.
Für wen: Für alle, die neu anfangen oder ihren alten Wechselrichter loswerden wollen.
| Modell | Kapazität | PV-Eingang | Netzladen | Steckdose am Gerät / Notstrom | Erweiterbar | Preis (07.11.2026) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Marstek Venus D | 2,56 kWh | 4 MPPT, 4.000 W | nicht belegt, vor Kauf prüfen | Notstrom, Umschaltung < 15 ms | bis 15,36 kWh | 469 € marstek.de |
| Marstek Venus E Pro | 2,08 kWh | 4 MPPT, 2.400 W | ja, 1,5 kW AC bidirektional | Notstrom < 10 ms | bis 12,48 kWh | 589 € marstek.de |
| Marstek Jupiter C Plus | 2,56 kWh | ja | nein | nein | ja | 439 € marstek.de |
| EcoFlow STREAM Ultra | 1,92 kWh | 4 MPPT, 2.000 W | ja, 1.050 W | 1.200 W aus Akku, 2.300 W im Bypass | bis 11,52 kWh (6 Geräte) | 519 € EcoFlow-Shop, 549 € Amazon* |
| EcoFlow STREAM 5000 | 5,024 kWh | 4 MPPT, 5.000 W | ja, bis 3.000 W | Inselbetrieb 2.500 W (3.000 W mit Zusatzakku), Bypass 3.600 W | bis 90 kWh lt. EcoFlow | 1.499 € EcoFlow-Shop |
| Anker Solix Solarbank 3 E2700 Pro | 2,688 kWh | 4 MPPT | ja | Notstrom-Steckdose | ja | 999 € Amazon inkl. Smart Meter Gen 2* |
| Anker Solix Solarbank 4 E5000 Pro | 5,024 kWh | 4 MPPT, 5.000 W | ja | 2.500 W, Umschaltung 10 ms, Bypass 3.600 W | bis zu 5 Zusatzakkus | 1.599 € Anker-Shop |
| Zendure SolarFlow 2400 Pro | 2,4 kWh | ja | ja | lt. Zendure | ja | 799 € zendure.de |
| Hoymiles HiBattery 4020X | 4,02 kWh | ja | ja | 2.500 W Inselbetrieb (IMTEST) | – | UVP 999 € (IMTEST, nicht selbst geprüft) |
USP und Haken je Modell
| Modell | USP in einem Satz | Pro | Contra / Haken |
|---|---|---|---|
| Marstek Venus D | 4.000 W PV, Notstrom und Erweiterbarkeit für 469 € | sehr günstig pro kWh, 4 MPPT, 10 Jahre Garantie lt. Marstek | neues Modell, kaum Langzeiterfahrung. Netzladen und dynamischer Tarif sind auf der Produktseite nicht ausdrücklich genannt, also vor dem Kauf prüfen |
| Marstek Venus E Pro | Hybrid: PV-Eingang und AC-Kopplung an ein bestehendes BKW | Notstrom < 10 ms, KI-Steuerung mit dynamischem Tarif lt. Marstek | kleiner Akku (2,08 kWh), pro kWh teurer als Venus D |
| Marstek Jupiter C Plus | der günstigste Einstieg ins All-in-one | billig, Nulleinspeisung per Smart Meter | kein Netzladen, kein Notstrom |
| EcoFlow STREAM Ultra | die Steckdose am Gerät mit 1.200 W, als Paar 2.300 W | sehr gute App, Parallel- und verteilter Modus, AC-Laden | Stiftung Warentest 04/2026: EMV-Probleme. Teurer pro kWh |
| EcoFlow STREAM 5000 | ein Gerät für Balkon, Garage und Dach mit 5 kW PV und 3 kW Inselbetrieb | Lokaler Modus, bis 90 kWh, IMTEST-Lob | 45 kg. Über 800 W oder über 2.000 Wp nur mit Elektrofachkraft und Netzbetreiber |
| Anker Solarbank 3 Pro | Bestes Set bei Stiftung Warentest 04/2026 | ausgereifte App, Smart Meter im Paket, große Community | Note nur „befriedigend“, pro kWh teuer |
| Anker Solarbank 4 Pro | 5 kWh, 10 ms Notstrom, 2,5 kW, offen für viele Smart Meter | sehr ausgewogen, starkes Ökosystem | über 800 W nur mit Elektrofachkraft. Preis |
| Zendure SolarFlow 2400 Pro | 2,4 kW Leistung in der 2-kWh-Klasse | hohe Leistung, Erweiterungsakkus | Testergebnisse für das genaue Modell fehlen noch |
| Hoymiles HiBattery | Alternative vom Wechselrichter-Spezialisten | 2,5 kW Inselbetrieb | wenig Preisdaten, kleinere Community |
Fair gesagt, was Anker gut macht: Die Solarbanks sind die „Apple-Lösung“ unter den Balkonspeichern. Die App ist ausgereift, die Smart-Meter-Auswahl breit (Anker Smart Meter, Shelly, Ecotracker), dynamische Tarife sind in der App eingebaut, und Stiftung Warentest hat die Solarbank 3 Pro als bestes Set bewertet. Die Solarbank 4 Pro legt eine Notstrom-Umschaltung von 10 ms drauf (Anker-Produktseite), dazu 2.500 W Ausgang und 5.000 W PV-Eingang. Du zahlst pro kWh mehr als bei Marstek. Dafür bekommst du ein Ökosystem, das man selten verflucht.
Typ 2: AC-Speicher für die Steckdose (Netzspeicher)
Prinzip: Kein Solareingang. Der Speicher hängt an der Steckdose, lädt aus dem Hausnetz, wenn dein Balkonkraftwerk (oder irgendeine PV-Anlage) Überschuss hat oder der Strom gerade billig ist, und gibt später wieder ab. Gesteuert wird er per Smart Meter.
Für wen: Für alle, die schon ein Balkonkraftwerk haben. Für Mieter ohne Platz für Module, die einen dynamischen Tarif nutzen. Und für Dach-PV-Besitzer, die einen kleinen Speicher nachrüsten wollen.
| Modell | Kapazität | Lade-/Entladeleistung | Dyn. Tarif | Notstrom | Smart Meter / lokal | Preis (07.11.2026) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Marstek Venus E 3.0 | 5,12 kWh | 2,5 kW (ab Werk 800 W ins Netz) | ja: Nord Pool, Tibber, Octopus | 2,5 kVA | Marstek CT002/CT003, Shelly Pro 3EM, HomeWizard, Ecotracker; lokale Open API (Home Assistant, ioBroker) | 899 € marstek.de · 1.099 € Amazon (Marstek Outlet)* |
| Marstek Venus E Mini | 2,01 kWh | – | lt. Marstek möglich | 1,5 kVA | Marstek-Ökosystem | 449 € marstek.de |
| Marstek Venus A | ca. 2 kWh | – | ja (Rabot-Edition) | 1.200 W, < 15 ms | – | Rabot-Edition 499 € marstek.de (Standard nicht lieferbar) |
| Zendure SolarFlow 2400 AC+ | 2,4 kWh | 2.400 W bidirektional | ja (ZenWave u. a.) | 2.400 W, ca. 15 ms (Zendure-Wiki) | lokale API (zenSDK) | 699 € zendure.de |
| EcoFlow STREAM AC Pro | 1,92 kWh | AC-Laden 1.050 W, 800 W ins Netz | ja (TOU, Tibber/Octopus u. a.) | 1.200 W an der Gerätesteckdose | EcoFlow/Shelly | 509 € EcoFlow-Shop · 549 € Amazon* |
| EcoFlow STREAM AC 5000 | 5,024 kWh | bis 3.000 W | ja | ja | EcoFlow | 1.399 € EcoFlow-Shop |
| Modell | USP | Pro | Contra / Haken |
|---|---|---|---|
| Marstek Venus E 3.0 | 5 kWh für unter 900 €, mit offener API | günstig pro kWh, viele Smart Meter, Notstrom, Home Assistant | 2.500-W-Modus nur mit Netzbetreiber. Groß und schwer |
| Marstek Venus E Mini | kleiner Netzspeicher für Wohnungen | günstig, Notstrom | pro kWh teurer als der große Bruder |
| Zendure SF 2400 AC+ | 2,4 kW bidirektional plus lokale API | schnell, gute Smart-Home-Anbindung | 2,4 kWh Grundkapazität |
| EcoFlow STREAM AC Pro | Steckdose mit 1.200 W, Paarbetrieb mit Ultra | einfach, schöne App | kein PV-Eingang, kleiner Akku pro Euro |
| EcoFlow STREAM AC 5000 | 5 kWh ohne PV-Eingang für das Haus | Leistung bis 3 kW | über 800 W nur mit Elektrofachkraft |
Warum Marstek so oft genannt wird: Preis (ab 125 €/kWh beim B2500-D, 176 €/kWh beim Venus E 3.0), ein AC-Speicher für jede Steckdose, offizielle Tibber/Octopus-Logik und eine lokale Open API. Das bieten nicht alle Hersteller so offen. Je nach Ausgangslage gibt es bei Marstek ein passendes Gerät:
- Venus E 3.0: Du hast schon ein BKW oder eine Dach-PV und/oder einen dynamischen Tarif. Du willst viel kWh fürs Geld.
- Venus E Mini / Venus A: kleine Wohnung, wenig Abendverbrauch, Notstrom für Router und Kühlschrank.
- Venus D: Du fängst neu an, hast Platz für viele Module und willst Notstrom.
- Venus E Pro: Du willst neue Module anschließen und ein bestehendes BKW mitnutzen (Hybrid).
- Jupiter C Plus: günstigstes All-in-one ohne Extras.
- B2500-D: Dein Mikrowechselrichter soll bleiben, du willst das Budget-Upgrade.
Typ 3: DC-Zwischenspeicher
Prinzip: Die Module gehen in den Speicher, der Speicher geht in deinen vorhandenen Mikrowechselrichter. Er puffert also Gleichstrom und gibt ihn später an den Wechselrichter weiter.
Für wen: Für alle mit einem vorhandenen BKW, die vor allem billig speichern wollen. Netzladen geht nicht, dafür fehlt der eigene Wechselrichter. Notstrom gibt es auch nicht.
| Modell | Kapazität | Preis | €/kWh | USP | Haken |
|---|---|---|---|---|---|
| Marstek B2500-D | 2,24 kWh | 279 € marstek.de · 317 € Amazon* | 125 | billigste kWh im Vergleich | kein Netzladen, Leistung hängt am Wechselrichter |
| Growatt NOAH 2000 | 2,048 kWh | 388 € Amazon* | 189 | Amazon-Bestseller-Rang 20 | kein Netzladen, kein Notstrom |
Ältere Klassiker wie Zendure SolarFlow Hub oder Anker Solarbank E1600 (1. Generation) sind laut den Shops weitgehend abverkauft.
Typ 4: Powerstations und Sonderfälle
Eine Powerstation (EcoFlow DELTA, Jackery, BLUETTI …) ist zuerst ein mobiler Akku mit Steckdosen. Ins Hausnetz speist sie nur mit Zusatztechnik ein. Wer das bastelt, betreibt eine netzgekoppelte Anlage mit allen Pflichten (siehe Rechtsteil). Sinnvoll ist eine Powerstation für Camping und echten Inselbetrieb: Geräte hängen direkt dran, es gibt keine Verbindung zum Hausnetz. EcoFlow nennt für die STREAM-Serie eine Kombination mit DELTA-Akkus. Die Details hängen vom Modell ab. Eine Kaufempfehlung leite ich daraus nicht ab.
Preis pro kWh: der Günstig-Check
Formel: Preis in € ÷ Nennkapazität in kWh. Gerechnet ohne Module, Smart Meter und Versand, mit dem günstigsten geprüften Angebot. Stand 07.11.2026, 19:28–19:33 Uhr (MEZ).
| Modell | Preis | Kapazität | €/kWh | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| Marstek B2500-D (DC) | 279 € | 2,24 kWh | 125 | marstek.de |
| Marstek Jupiter C Plus (AiO) | 439 € | 2,56 kWh | 171 | marstek.de |
| Marstek Venus E 3.0 (AC) | 899 € | 5,12 kWh | 176 | marstek.de |
| Marstek Venus D (AiO) | 469 € | 2,56 kWh | 183 | marstek.de |
| Growatt NOAH 2000 (DC) | 388 € | 2,048 kWh | 189 | Amazon |
| Marstek Venus E Mini (AC) | 449 € | 2,01 kWh | 223 | marstek.de |
| EcoFlow STREAM 5000 + Zusatzbatterie 5000 | 2.598 € | 10,05 kWh | 259 | EcoFlow-Shop |
| EcoFlow STREAM AC Pro (AC) | 509 € | 1,92 kWh | 265 | EcoFlow-Shop |
| EcoFlow STREAM Ultra (AiO) | 519 € | 1,92 kWh | 270 | EcoFlow-Shop |
| EcoFlow STREAM AC 5000 (AC) | 1.399 € | 5,024 kWh | 278 | EcoFlow-Shop |
| Marstek Venus E Pro (Hybrid) | 589 € | 2,08 kWh | 283 | marstek.de |
| Zendure SolarFlow 2400 AC+ (AC) | 699 € | 2,4 kWh | 291 | zendure.de |
| EcoFlow STREAM 5000 (AiO) | 1.499 € | 5,024 kWh | 298 | EcoFlow-Shop |
| Anker Solarbank 4 E5000 Pro | 1.599 € | 5,024 kWh | 318 | Anker-Shop |
| Zendure SolarFlow 2400 Pro (AiO) | 799 € | 2,4 kWh | 333 | zendure.de |
| Anker Solarbank 3 E2700 Pro inkl. Smart Meter | 999 € | 2,688 kWh | 372 | Amazon |
Wichtig: €/kWh ist nicht alles. Ein DC-Zwischenspeicher für 125 €/kWh kann keinen Billigstrom laden. Ein All-in-one spart dir dafür den Wechselrichter. Preise ändern sich täglich. Schau also vor dem Kauf auf der Seite selbst nach oder in unserer Deal-Liste Speicher-Deals nach €/kWh.
Szenarien: Welcher Speicher für welchen Zweck?
a) Ich will die billigste kWh. Du hast einen Mikrowechselrichter: Marstek B2500-D. Du willst ein vollständiges Gerät: Venus E 3.0 oder Venus D.
b) Dynamischer Stromtarif (Tibber, Octopus & Co.). Der Speicher muss aus dem Netz laden können. Offiziell genannt werden Tarif- bzw. Börsenpreis-Funktionen bei Marstek Venus E 3.0 (Nord Pool, Tibber, Octopus), EcoFlow STREAM (TOU, u. a. Tibber/Octopus/Rabot, KI-Funktion teils mit Abo), Anker Solarbank (Börsenpreise in der App), Zendure (ZenWave) und Marstek Venus E Pro (KI-Modus). Achtung beim Netzladen: Ob die 0-%-Mehrwertsteuer für Speicher gilt, die regelmäßig Netzstrom laden, beurteilen Händler unterschiedlich. Wenn das für dich wichtig ist, frag einen Steuerberater. Mehr zum Tarif selbst: Strom günstiger beziehen.
c) Große Verbraucher (Spülmaschine, Waschmaschine). Das Gerät kommt direkt in die Steckdose am Speicher. Dann fließt sein Strom nicht durchs Hausnetz, und die 800-W-Grenze ist nicht berührt. So ist es bei EcoFlow belegt:
- ein STREAM (Ultra/AC Pro): 1.200 W aus Akku und Modulen. Die „2.300 W“ an einem einzelnen Gerät sind Bypass, also Netzstrom, der durchgereicht wird.
- zwei STREAM im Parallelmodus (Parallelkabel, nebeneinander): 1.200 W (Haupteinheit) + 1.100 W (Zusatzeinheit) = 2.300 W aus eigenem Strom an der Gerätesteckdose. Genannt werden Ultra + Ultra oder Ultra + AC Pro.
- zwei STREAM im verteilten Modus (verschiedene Räume, ohne Kabel): 1.200 W lokal + 800 W von der zweiten Box über das Hausnetz + bis zu 300 W aus dem Netz = 2.300 W. Davon sind höchstens 2.000 W eigener Strom.
- In keinem Fall speist das System mehr als 800 W ins Hausnetz ein. Die 2.300 W gelten nur für Geräte, die an der Speicher-Steckdose hängen. Details: STREAM Serie im Detail.
- Andere Hersteller: Anker Solarbank 4 Pro und STREAM 5000 haben 2,5–3 kW Inselleistung an ihrem eigenen Ausgang.
d) Notstrom. Achte auf zwei Werte: die Leistung der Notstromdose und die Umschaltzeit. Belegt sind: Marstek Venus E Pro (< 10 ms), Anker Solarbank 4 Pro (10 ms, 2.500 W), Marstek Venus D/Venus A (< 15 ms), Zendure SF 2400 AC+ (ca. 15 ms, 2.400 W), Marstek Venus E 3.0 (2,5 kVA) und EcoFlow STREAM 5000 (2.500/3.000 W). Wichtig: Notstrom gibt es nur an der Gerätesteckdose. Das Hausnetz wird nicht mitversorgt.
e) Mieter und Plug & Play. AC-Speicher wie Venus E Mini oder STREAM AC Pro brauchen keine Module, nur eine Steckdose (für das Smart Meter im Zählerschrank brauchst du die Elektrofachkraft). Erweiterbarkeit: Venus E 3.0 bis 15,36 kWh, Venus D bis 15,36 kWh, STREAM 5000 bis 90 kWh. Smart Home: Venus E 3.0 (Open API) und Zendure (zenSDK) sind am offensten.
800 W, 2.300 W und Steckdosen am Speicher
Die 800 W sind eine Grenze für die Einspeisung ins Hausnetz (Wechselrichterleistung 800 VA, EEG § 8 Abs. 5a und VDE-AR-N 4105). Sie gilt für alle Geräte zusammen pro Anschluss. Die Steckdose direkt am Speicher ist ein anderer Weg: Was dort eingesteckt ist, bekommt Strom aus Akku und Modulen, ohne dass dieser Strom durchs Hausnetz fließt. Ehrlich formuliert: Du bekommst mehr Leistung für direkt angeschlossene Geräte, aber nicht mehr Einspeisung. Ein Kabel von dieser Steckdose zurück ins Hausnetz ist tabu. Das wäre eine Rückspeisung über einen Stecker und gefährlich.
STREAM 5000 oder Ultra/AC Pro?
Die EcoFlow STREAM 5000 gibt es wirklich (EcoFlow-Shop, 07.11.2026): 5,024 kWh, 4 MPPT mit zusammen 5.000 W PV, AC-Laden bis 3.000 W, ins Netz 800 W (bis 3.000 W bei Festanschluss), Inselbetrieb 2.500 W (3.000 W mit Zusatzakku), Bypass 3.600 W, 10 Jahre Garantie, 45,4 kg. Preise: 1.499 € einzeln, 2.598 € mit Zusatzbatterie 5000 (zusammen ca. 10 kWh). Die Zusatzbatterie kostet einzeln 1.199 €. Daneben gibt es die STREAM AC 5000 (ohne PV-Eingang) für 1.399 €.
| STREAM Ultra / AC Pro | STREAM 5000 | |
|---|---|---|
| Kapazität | 1,92 kWh | 5,024 kWh |
| PV | 2.000 W (Ultra), keine (AC Pro) | 5.000 W |
| Steckdose / Inselbetrieb | 1.200 W | 2.500–3.000 W |
| Netzeinspeisung | 800 W | 800 W plug-in, bis 3.000 W mit Festanschluss |
| €/kWh | 265–270 | 298 (259 mit Zusatzbatterie) |
| Anmeldung | MaStR + Netzbetreiber (Speicher) | dasselbe. Über 800 W bzw. 2.000 Wp: Elektrofachkraft und Netzbetreiber |
Wann die 5000 sinnvoller ist: Du willst mehr als 2.000 Wp anschließen (Garage, Gartenhaus, Ost-West-Dach). Du speicherst an vielen Tagen deutlich mehr als 2 kWh Überschuss. Du brauchst Notstrom über 1.200 W. Oder du lässt sowieso eine Elektrofachkraft kommen.
Beispielrechnung (Annahmen, kein Versprechen): Die 5000 kostet 980 € mehr als ein Ultra und speichert 3,1 kWh mehr. Wird diese Zusatzkapazität an 250 Tagen im Jahr voll genutzt und spart sie je kWh rund 0,33 € (37,3 ct Durchschnittspreis BDEW 2026 abzüglich ca. 10 % Verluste), sind das etwa 3,1 × 250 × 0,33 ≈ 256 € pro Jahr. Der Mehrpreis wäre dann in knapp 4 Jahren wieder drin. Mit 2 kWp am Balkon bleibt im Winter aber oft gar kein Überschuss für so viel Akku. Dann verlängert sich die Zeit deutlich. Wer realistisch nur 1–2 kWh am Tag übrig hat, fährt mit Ultra/AC Pro (oder zwei davon) günstiger.
Nachteile der 5000: Gewicht. Ohne Elektrofachkraft bleibt es bei 800 W ins Netz. Und mit mehr als 2.000 Wp verlässt du das Steckersolar-Privileg (nächster Abschnitt).
Mehr als 2.000 Wp: legal oder Grauzone?
Die Behauptung „Anker & Co. sind auch mit mehr als 2.000 Wp legal, weil das halbe Insellösungen sind“ stimmt nur zur Hälfte. Hier die Belege:
- Steckersolargerät nach EEG (§ 3 Nr. 43, § 8 Abs. 5a EEG 2023, seit 16.05.2024): bis 2.000 W Modulleistung und 800 VA Wechselrichterleistung. Dann reicht der Eintrag im Marktstammdatenregister, eine Meldung beim Netzbetreiber entfällt (Clearingstelle EEG|KWKG, Bundesnetzagentur/MaStR-FAQ).
- Mit Speicher: Laut Clearingstelle sind Kombinationen aus Speicher und Solaranlage von der EEG-Definition des Steckersolargeräts derzeit nicht umfasst. Die Verbraucherzentrale schreibt: Speicher müssen zusätzlich beim Netzbetreiber gemeldet werden. Bis 800 VA geht das über das vereinfachte Formular F.1.2 der VDE-AR-N 4105:2026-03. Bis 01.03.2027 dürfen Netzbetreiber noch die alte Fassung anwenden.
- Mehr als 2.000 Wp: Dann ist es kein Steckersolargerät im EEG-Sinn mehr. Laut VDE FNN (pv magazine, 14.04.2026) gilt es dann als „Kleinsterzeugungsanlage“: Die 800 VA am Einspeisepunkt bleiben, die Modulleistung dahinter ist nicht begrenzt, und die Anmeldung erfolgt beim Netzbetreiber. Die Clearingstelle EEG|KWKG meint dagegen vorläufig, das vereinfachte F.1.2-Verfahren sei über 2 kW Modulleistung nicht anwendbar. Ein Urteil oder Verfahren dazu gibt es bisher nicht.
- Was die Hersteller sagen: Anker (Solarbank 4 Pro, 5.000 W PV) verweist auf VDE-AR-N 4105:2026, ab Werk 800 W, F.1.2 beim Netzbetreiber. Für mehr als 800 W sind Elektrofachkraft und Anmeldung Pflicht. EcoFlow (STREAM 5000) sagt: MaStR und Netzbetreiber, für mehr als 800 W ein Festanschluss durch eine Fachkraft. Marstek (Venus E 3.0): ab Werk 800 W, 2.500 W „nur, wenn die örtlichen Vorschriften und Ihr Netzbetreiber“ es erlauben. Zendure und Growatt geben ihre max. PV-Leistung auf den Produktseiten an. Eine eigene Rechtsauskunft dazu habe ich dort nicht gefunden.
Einordnung in einer Tabelle
| Situation | Einordnung |
|---|---|
| ≤ 2.000 Wp, ≤ 800 VA, ohne Speicher | legal, Steckersolargerät, nur MaStR |
| ≤ 2.000 Wp, ≤ 800 VA, mit Speicher | legal, MaStR (Speicher extra) plus F.1.2 beim Netzbetreiber |
| > 2.000 Wp, ≤ 800 VA am Netz | legal mit Anmeldung beim Netzbetreiber. Ob F.1.2 reicht, ist umstritten (FNN: ja, Clearingstelle: eher nein). Also beim eigenen Netzbetreiber nachfragen |
| > 800 VA ins Netz | kein Steckersolar mehr. Normale PV-Anmeldung, Elektrofachkraft |
| > 2.000 Wp, ohne Meldung beim Netzbetreiber | nicht regelkonform, auch mit Inselsteckdose |
Sind Speicher Insellösungen?
Nein, sobald sie am Hausnetz hängen. Es gibt zwei Fälle:
- Echter Inselbetrieb: Das Gerät hat keine Verbindung zum Hausnetz (Powerstation, Gartenhaus ohne Netzanschluss). Dann gibt es keine Netzeinspeisung, kein Netzbetreiber ist zuständig, und es gelten weder die 800 VA noch die 2.000 Wp aus dem EEG. EcoFlow schreibt selbst: „Reiner Inselbetrieb ohne Netzverbindung braucht keine Anmeldung.“
- Netzparallel mit Inselsteckdose: So arbeiten STREAM, Solarbank und Venus. Das Gerät hängt am Hausnetz, und die Steckdose ist ein zusätzlicher Ausgang. Rechtlich zählt das Gesamtgerät. Laut Bundesnetzagentur muss jeder Speicher, der „mittelbar oder unmittelbar an das Netz angeschlossen“ ist, ins MaStR. Alle Module, die an diesem Gerät hängen, zählen zur installierten Leistung. Die Inselsteckdose macht aus 3.000 Wp keine 2.000 Wp.
- Normen: Die DIN VDE V 0126-95 (seit 12/2025) gilt nur für Steckersolargeräte ohne Speicher. Laut DKE ist ein Gerät, an das ein Speicher angeschlossen wird, nicht mehr konform. Eine Speicher-Norm ist in Arbeit. Im Referentenentwurf zum EEG 2027 tauchen Steckerspeicher erstmals in der Definition auf. Beschlossen ist das noch nicht.
Forenstimmen, eingeordnet: In r/Balkonkraftwerk und im photovoltaikforum ist man sich weitgehend einig: Mehr als 2.000 Wp bedeutet Netzbetreiber. Gestritten wird darüber, ob F.1.2 reicht. Die verbreitete Annahme „mit Speicher bzw. Inselausgang gilt die Grenze nicht“ ist falsch. Sie verwechselt „keine Norm für Speicher vorhanden“ mit „keine Regeln“.
Große Module, Schuko & Insel: was erlaubt ist
500-Wp-Module am Balkon: Bauordnungsrechtlich sind Module von Balkonkraftwerken laut DIBt keine Bauprodukte. Sie werden nicht dauerhaft eingebaut, sondern lassen sich per Stecker trennen. Deshalb greifen die Glas-, Überkopf- und 4-m-Regeln der MVV TB/DIN 18008 für sie nicht. Das hat die Fachkommission Bautechnik der Länder bestätigt (Golem, 09/2023). Die Ausnahme: Das Modul übernimmt selbst eine Funktion am Gebäude, zum Beispiel als Brüstung oder Absturzsicherung. Dann ist es doch ein Bauprodukt. Die 2-m²-Grenze des DIBt betrifft fest montierte Module mit Glas im Dachbereich. Wer ein Dach dauerhaft belegt, muss sie also beachten. Ein Modul mit 500 Wp misst meist ca. 2–2,6 m². Das DIBt hat vorgeschlagen, die Grenze auf 3 m² anzuheben. Immer gilt: sicher befestigen (Windlast, Tragfähigkeit des Geländers), Vorgaben des Herstellers, des Vermieters und der WEG beachten. Einzelne Landesbauordnungen können abweichen. Bei fester Dachmontage lohnt die Nachfrage im Bauamt.
„Bei 2 × 500 Wp ist Schuko nicht mehr legal“: Das ist im Kern richtig, aber genauer betrachtet „nicht normkonform“. Die DIN VDE V 0126-95 erlaubt den Schuko-Stecker bis 960 Wp Modulleistung (800 W + 20 %) bei höchstens 800 VA. Darüber und bis 2.000 Wp ist eine Energiesteckvorrichtung (z. B. Wieland) vorgesehen, die eine Elektrofachkraft installiert (DKE-FAQ, Verbraucherzentrale, DGS). 2 × 500 Wp = 1.000 Wp liegt also über der Schuko-Grenze. Alternativ erlaubt die Norm technische Lösungen, die eine Überlastung der Leitung verhindern. Eine Norm ist kein Gesetz. Netzbetreiber, Versicherungen, Vermieter und WEG machen sie aber oft zur Bedingung. Im Schadensfall kann das teuer werden.
Und bei Speichern? Die 960-Wp-Regel stammt aus der Norm für Geräte ohne Speicher. Für Speicher gibt es noch keine eigene Norm. Die Hersteller lösen das unterschiedlich: Anker nennt für mehr als 960 Wp die Wieland-Dose und für mehr als 800 W die Fachkraft. EcoFlow nennt für die STREAM 5000 für mehr als 800 W den Festanschluss. Sobald mehr als 800 W ins Netz gehen sollen, ist es in jedem Fall eine fest installierte Anlage mit Elektrofachkraft und kein Steckersolar mehr.
Forenstimmen, eingeordnet: In r/Balkonkraftwerk (Thread „>960 Wp nur noch mit Wielandstecker“, 08/2026) bestätigen die Nutzer die Norm. Viele weisen aber darauf hin, dass sie „kein Gesetz“ ist und dass es um die Haftung geht. Mehrfach wird geraten, in Miet- und Gemeinschaftshäusern besonders genau zu sein. Im photovoltaikforum geht der Streit um den Leitungsschutz: Einspeisung plus Verbrauch kann die Leitung belasten, ohne dass die Sicherung das bemerkt. Meine Einschätzung: Die Norm ist eindeutig. Uneinig ist man nur darüber, wie streng sie durchgesetzt wird.
Der vielseitigste Speicher
Kriterien (gleich gewichtet, ohne Blick auf die Provision): PV-Eingang · Netzladen (dynamischer Tarif) · Notstrom mit belegter Umschaltzeit · Inselleistung für große Verbraucher · Erweiterbarkeit · Smart-Meter-Auswahl · lokale API · Preis pro kWh.
| Kriterium | EcoFlow STREAM 5000 | Anker Solarbank 4 Pro | Marstek Venus E Pro | Marstek Venus D |
|---|---|---|---|---|
| PV-Eingang | 5.000 W | 5.000 W | 2.400 W + AC-Kopplung | 4.000 W |
| Netzladen / dyn. Tarif | ja / ja | ja / ja | ja / ja | nicht belegt |
| Notstrom | 2.500–3.000 W | 2.500 W, 10 ms | < 10 ms | < 15 ms |
| Erweiterbar | bis 90 kWh | 5 Zusatzakkus | bis 12,48 kWh | bis 15,36 kWh |
| Lokal | Lokaler Modus | – (nicht belegt) | – (nicht geprüft) | – (nicht geprüft) |
| €/kWh | 298 | 318 | 283 | 183 |
Ergebnis: Als Komplettsystem für Haus und Garten ist die EcoFlow STREAM 5000 der vielseitigste Speicher, knapp vor der Anker Solix Solarbank 4 Pro. Die Anker gewinnt bei der belegten 10-ms-Umschaltung und bei der Auswahl an Smart Metern. Fürs Geld ist Marstek am vielseitigsten: Der Venus E Pro kann als einziger im Feld neue Module und ein bestehendes BKW gleichzeitig nutzen, der Venus D bringt das meiste PV pro Euro. Und wer schon ein BKW hat, bekommt mit dem Venus E 3.0 die meisten kWh, Tarife und API fürs Geld.
Entscheidungshelfer: Was ist dir am wichtigsten?
| Dir ist am wichtigsten … | Dann schau dir an … | Warum |
|---|---|---|
| möglichst wenig € pro kWh | Marstek B2500-D (mit vorhandenem WR) oder Venus E 3.0 | 125 bzw. 176 €/kWh |
| dynamischer Stromtarif | Marstek Venus E 3.0, Zendure SF 2400 AC+, EcoFlow STREAM AC Pro | lädt aus dem Netz, Tarif-Logik in der App |
| große Verbraucher direkt versorgen | 2 × EcoFlow STREAM (Parallelmodus) oder STREAM 5000 / Solarbank 4 Pro | 2.300 W bzw. 2.500–3.000 W an der Gerätesteckdose |
| Notstrom | Anker Solarbank 4 Pro, Marstek Venus E Pro / Venus D | belegte Umschaltzeiten 10 bis < 15 ms |
| ich habe noch nichts | Marstek Venus D, EcoFlow STREAM Ultra, Anker Solarbank 3 Pro | alles in einem Gerät |
| Mieter, nur Steckdose | Marstek Venus E Mini, EcoFlow STREAM AC Pro | keine Module nötig |
| Smart Home / Home Assistant | Marstek Venus E 3.0, Zendure SF 2400 AC+ | lokale API offiziell |
| viele Module, Garage, Dach | EcoFlow STREAM 5000, Anker Solarbank 4 Pro | 5.000 W PV. Netzbetreiber einplanen |
Und jetzt du: Was ist dir am wichtigsten: billig, Tarif, Notstrom oder Spülmaschine direkt am Akku? Schreib es uns über die Kontaktseite (Link im Footer).
FAQ
Welcher Balkonkraftwerk-Speicher ist 2026 am günstigsten pro kWh?
Im Vergleich der Marstek B2500-D mit 279 € für 2,24 kWh, also rund 125 €/kWh (marstek.de, 07.11.2026). Bei den AC- bzw. All-in-one-Geräten liegt der Marstek Venus E 3.0 mit 176 €/kWh vorn.
Kann ich mit einem Balkonkraftwerk-Speicher einen dynamischen Stromtarif nutzen?
Ja, wenn er aus dem Netz laden kann (AC- oder Hybrid-Speicher). Marstek Venus E 3.0 nennt Nord Pool, Tibber und Octopus. EcoFlow, Anker und Zendure haben Tarif- bzw. Börsenpreis-Modi. DC-Zwischenspeicher wie B2500-D oder NOAH 2000 können es nicht.
Kann ich die 800-W-Grenze mit der Steckdose am Speicher umgehen?
Nein. Die Einspeisung ins Hausnetz bleibt bei 800 W. Die Steckdose am Gerät versorgt nur die Geräte, die dort direkt eingesteckt sind, bei EcoFlow mit 1.200 W pro Gerät und 2.300 W mit zwei Geräten im Parallelmodus.
Sind Speicher mit Inselsteckdose rechtlich Insellösungen?
Nein, solange sie am Hausnetz hängen. Dann sind sie netzparallel, müssen ins Marktstammdatenregister und beim Netzbetreiber gemeldet werden, und alle angeschlossenen Module zählen. Nur ein Gerät ganz ohne Netzverbindung ist ein echtes Inselsystem.
Darf ich mehr als 2.000 Wp an einen Speicher anschließen?
Technisch ja, wenn der Hersteller es freigibt (z. B. 5.000 W bei Solarbank 4 Pro und STREAM 5000). Rechtlich ist es dann kein Steckersolargerät mehr. Du musst es beim Netzbetreiber anmelden. Ob dafür das vereinfachte Formular F.1.2 reicht, ist umstritten.
Ist Schuko bei 2 × 500 Wp noch erlaubt?
Nach DIN VDE V 0126-95 nein. Schuko ist bis 960 Wp vorgesehen, darüber eine Energiesteckvorrichtung (Wieland) von der Elektrofachkraft. Die Norm gilt für Geräte ohne Speicher. Für Speicher gibt es noch keine eigene Norm.
Sind 500-Wp-Module zu groß für den Balkon?
Baurechtlich gelten Balkonkraftwerk-Module laut DIBt nicht als Bauprodukte. Die Glas- und 4-m-Regeln greifen deshalb nicht, außer das Modul ist zum Beispiel die Brüstung. Entscheidend sind eine sichere Befestigung, die Tragfähigkeit und die Zustimmung von Vermieter bzw. WEG.
Lohnt sich die EcoFlow STREAM 5000 statt eines STREAM Ultra?
Ja, wenn du mehr als 2 kWh Überschuss am Tag speicherst, mehr als 2.000 Wp planst oder starken Notstrom willst. Im Beispiel ist der Mehrpreis in knapp 4 Jahren wieder drin. Mit einem normalen Balkon-BKW ist ein Ultra oder AC Pro meist günstiger.
Welcher Speicher ist der vielseitigste?
Das Komplettpaket ist die EcoFlow STREAM 5000, knapp vor der Anker Solarbank 4 Pro. Fürs Geld ist es Marstek Venus E Pro (Hybrid) bzw. Venus D.
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Alle Preise: Stand 07.11.2026, 19:28–19:33 Uhr (MEZ), ohne Gewähr. Maßgeblich ist der Preis im Shop zum Zeitpunkt des Kaufs. Keine Rechtsberatung. Im Zweifel fragst du deinen Netzbetreiber oder eine Elektrofachkraft.
Quellen und Datenstand
Preise abgerufen am 07.11.2026, 19:28–19:33 Uhr (MEZ) in den Hersteller-Shops (marstek.de, de.ecoflow.com, zendure.de, ankersolix.com) und auf Amazon.de. Technische Daten laut Herstellerseiten. Testnoten der Stiftung Warentest (Heft 04/2026) stammen aus einer Sekundärquelle (balkonkraftwerk-ratgeber.com).
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